By the Sea

When anxious, uneasy and bad thoughts come, I go to the sea, and the sea drowns them out with its great wide sounds, cleanses me with its noise, and imposes a rhythm upon everything in me that is bewildered and confused.  (Rilke)

 

The Neptunes, our maritime club at The Fletcher School, which I along with two friends lead, organized a boat trip along the coast of Salem, followed by a huge Lobster cooking. It was a beautiful day, 21 degrees (Celsius, of course :-)). And, once again, it is the ocean that calms and humbles me and makes me appreciate everything that I have.

Corporate finance, you cannot beat this!

Kidnapped!

Für Lesefaule: Dies ist eine feindliche Übernahme von Toois Blog. Mein Name ist Corporate Finance und ich habe Franziska Schwarzmann unter meiner Kontrolle!

Ihr denkt, das ist ein Scherz, ist es aber nicht. Mein Netzwerk ist stark:

  • Professor Philipp Uhlmann, lange Investmentbanker, jetzt Professor. Er kämpft für eine Welt, in der Banker wieder als Menschen mit Verstand gesehen werden. Deswegen bringt er armen, mathematisch völlig unbegabten Menschen wie Tooi bei, was es heißt, eine Firma zu richtig zu finanzieren.
    • Sein Anliegen: “Setzt doch einfach mal den Common-Sense-Hut auf und fangt an nachzudenken.”
    • Seine Glaubensrichtung: “Everything will be fine.”
    • Sein Motivationsspruch: “Irgendwann im Dezember, wenn alles vorbei ist, werdet Ihr verstehen, warum wir Euch so quälen. Bis dahin hilft vor allem beten.”
    • Seine Taktik: “Ich erkläre Euch erst dann die Dinge, wenn Ihr völlig verzweifelt seid und kurz vorm Durchdrehen.”
  • “Edward”, Professor Uhlmanns Hund: Er bringt jeden Sonntag zu seiner Sprechstunde seinen Therapiehund “Edward” mit, ein Westhighland-Terrier-Monster. Edward sitzt auf “Phil´s” Schoß und schaut die Stundenten stets vorwurfsvoll an. Wenn ihm die fragenden Gesichter zu viel werden, macht er Nickerchen. Gegen solche Dummheit hilft nur Ignoranz.

Was hat das Ganze zu bedeuten?

Gestern Nacht hat Tooi ein Case-Write-Up fertiggestellt (für alle, die nicht wissen, was das ist: Harvard Business School schreibt sogenannte Cases über Firmen, die ein Problem haben. Zu den Cases gehören Excel-Tabellen. Studenten dürfen dann das Problem analysieren, Excel-Akrobatik üben und am Ende sagen, was sie machen würden, wenn sie der Firma etwas raten dürften), jede Woche Freitag muss sie ein Problem-Set einreichen (das ist seit fünf Wochen derselbe Ablauf: ein Tag, um die Aufgaben zu verstehen, ein Wochentag pro Aufgabe und am Ende stellt sich heraus, dass die Hälfte falsch war), und am 22.Oktober ist Klausurtag. Bis dahin werde ich Euch kein Lebenszeichen mehr senden.

Macht den Finanzern!

Das kleine Biest ist mir die letzten zwei Wochenenden entkommen, hier einige Bilder aus Boston, New York und Washington:

Und ein Teil von mir bleibt hier…

Für Lesefaule: Manchmal fühle ich mich, als würde ich auf meinen Lebensstationen Horcruxe hinterlassen. (Für alle nicht Harry-Potter-Belesenen: 1.) Lest die Bücher! 2.) Lest die Bücher! 3.) Der böse Lord Voldemort hat seine Seele in verschiedene Teile gespalten und in Gegenständen versteckt, die für ihn von Bedeutung waren.)

Genau drei Wochen bin ich wieder hier. Ich bin eingezogen, habe meinen Geburtstag ordentlich gefeiert, habe meine Kurse gewählt (Corporate Finance, Petroleum in International Relations, Social Network Analysis, Digital Disruption), habe mit meiner Masterarbeit (zumindest im Kopf) begonnen, und meine Liebe zu dem ganzen Wasser in und um Boston aufleben lassen. Lange Zeit wusste ich nicht, was ich Euch berichten sollte. Erst war ich müde, dann war ich beschäftigt, dann war ich unglaublich glücklich wieder hier zu sein. Das heißt aber nicht, dass ich nicht genauso glücklich war während meines Sommers in Deutschland. Und die einzige Analogie, die mir dazu einfällt, stammt (wie so oft) von Harry Potter. Ich verteile Horcruxe:

  • in Hamburg bei meiner besten Freundin, am Elbstrand in Övelgönne, im stickigen U-Bahn-Geruch, in einer Kugel Schmidt-Eis.
  • in Oberkochen beim Minigolf mit meinen Kollegen, bei einem Kicker-Match in der Kantine.
  • der Deutsche Sommer hat sich einen geschnappt – die Freilichtkinos, die Biergärten, die Grillabende, die Wildblumen, die Weinfeste.
  • in der Deutschen Ess- und Trinkkultur: Sekt-Aperol, kühler Weißwein, schwäbischer Wurstsalat, frisches Brot, alkoholfreies Hefeweizen, Zwetschgenkuchen mit Streuseln.
  • In den wunderbaren Gesprächen über Lebensmodelle, Ansprüche und die Suche nach dem Glück.
  • Im Wasser. Am Main, an der Fulda, am Fresh Pond, am Atlantik, am Charles River.
  • In der Vielfalt der Fletcher School: in Uni-Arbeitsgruppen, in der sich vier Nationen treffen, um ein Cash-Flow-Modell für einen Energieanbieter zu erarbeiten. In Freitagabend-Sportevents, in Wg-Dinnerabenden, die zu philosophischen Diskussionen bis tief in die Nacht ausarten; in Professoren, die sagen: Das wird schon!

Und so fühlt sich der Beginn des zweiten Masterjahres ganz anders an. Ich bin zu Hause in Boston. Momentan. Genauso wie ich zu Hause war im Sommer in Deutschland. Und so verteile ich meine Horcruxe an vielen Orten, in vielen Details. Und das ist auch gut so. Sie alle zusammen machen mich aus. Und zum ersten Mal, seitdem ich hier angekommen bin letztes Jahr, habe ich nicht mehr das Gefühl, dass ich mich entscheiden muss, was ich jetzt besser oder schlechter finde. Sondern einfach nur leben. Und Horcruxe verteilen.

Connecting Worlds – it does not matter from where you start enabling others

Summary for busy people: While climbing Mount Kilimanjaro, my colleague Uwe discovered that his tour guide, Adam, would have offered the same tour much cheaper and his team would have earned more money. However, Adam did not know how to offer international digital paying. Well, good thing, Uwe has been working in Web Services all his life.

View from one of the base camps

View to Kilimanjaro´s summit from one of the base camps. Source: Facebook 

They are your life insurance, the team that helps you summit a mountain. They carry your luggage, your food, your house. Although they carry out a risky job, they do not get the money, they deserve. Why is that? They are at the end of a value chain, involving a lot of middlemen. Uwe Grunewald and his wife started their lifelong dream in a German travel bureau. The booked a guided tour up the mountain. The German traveling agency partners with a Tanzanian agency, who finally books the guide and carriers.

In Uwe`s case, they booked Adam and his small company Kilitours. Adam has established his own company, because he was hoping to receive direct bookings from foreign countries. The difference: Tourists can safe $1000 per person and Adam and his guides double their earnings. Win win, as we have learned in school. Until last year, Adam had not received any bookings from foreign countries. Why? No internet appearance, trust and payment issues. Even if you´d trust a stranger with a lot of money, there still was no way to transfer it to Tanzania.

Book directly, safe money and ensure fair payment for the guides.

Book directly, safe money and ensure fair payment for the guides.

Seven days they spend together, walking, talking, learning. It was during one of these walks, when Adam opened up to Uwe about his sick mother, her pending surgery and his money problems. Exactly then, Uwe decided that he can do something: Enable Adam and Kilitours to accept international payments, to interact with international customers and to establish trust: Digitally!

Once home, he messaged a couple of friends and colleagues: a programmer, a friend who has done the tour and was willing to give a testimonial, and lots of professionals who advised on the design for website. He put up a Facebook page, send Adam cash for a Lap Top and a smartphone. He set up a Pay Pal account, with which customers can pay with One Click. Since there is no pay pal in Tanzania, Uwe transfers the money to Adam via Western Union.

In total, this cost Uwe about $2000 and time. He says, that it wasn’t only gratefulness or altruism pushing him, it was more the challenge of doing such a project from the beginning to the end. He definitely gained a friend, he says. Next year, he and his wife will return for a safari with Adam.

My personal note: Uwe is as unpretentious as one can be. He did not tell me the story at first, he just said how wonderful it is to meet people from other cultures. Last semester I sat in strategy classes, deeply impressed by many cases (for example the lady working for Danone who brought yoghurt in the least developed areas in Africa, nourishing children and enabling women). I always thought that I really want to be able to change someone´s life for the better at one point. How is the question usually popping up in my head.  Well, Uwe did it. He combined learning something new with helping someone who dearly needed the expertise Uwe had to offer. What an inspiring move; thank you, Uwe, for sharing this with me.

 

Eiswasser übern Kopf?!

Für Lesefaule: Warum schütten sich in Amerika haufenweise Menschen Eimer mit Eiswasser über den Kopf? Das ganze heißt Icebucket Challenge und erzeugt momentan rasend schnell Aufmerksamkeit auf eine schreckliche Nervenkrankheit.

ALS oder Lou Gehrig´s Disease

ALS, das ist Amyotrophe Lateralsklerose, eine neurologische Krankheit: Eine Zerstörung der motorischen Nervenzellen im Gehirn und Rückenmark führt zu Muskelschwund. Es gibt derzeit keine Heilung, Erkrankte sterben meist an einer Zwerchfell-Lähmung, sie ersticken.

Icebucket Challenge  

Du hast die Wahl: Einmal herausgefordert musst Du Dir innerhalb von 24Stunden einen Eimer mit Eiswasser über den Kopf schütten oder 100$ an die ALS Foundation spenden. Der Boston College Baseball-Spieler Pete Frates erhielt 2012 die Diagnose ALS und nominierte sich Mitte Juli 2014 selbst für den Challenge, und viele seiner Sportskollegen. Von Boston auch hat sich der Challenge vor allem in Amerika verbreitet:

"The Atlantic" zeigt, wie sich der Icebucket Challenge online verbreitet

Und was ist seitdem passiert?

  • die ALS foundation erhielt vom 29.Juli bis 16.August 11,4 Mio. Spenden. Im selben Zeitraum 2013 dagegen nur 1,7 Mio!
  • Witzig:
    • Ethal Kennedy, die Frau von Robert Kennedy, hat von Cape Cod aus Präsident Obama herausgefordert. Er twitterte, dass er sofort spenden würde.
    • Bill Gates hat sich eine Maschine gebaut für den Icebucket Challenge.
    • Boston hat einen Massen-Icebucket letzten Donnerstag veranstaltet und andere große Städte herausgefordert.
    • Ja, auch mich hat´s erwischt: Mein Studienfreund Mark hat mich diese Woche herausgefordert und ich habe pariert: Icebucket Challenge Franzi

 

  • 118.000Tweets zum #icebucketchallenge seit 15.Juli 2014.
  • “ALS” oder “Amyotrophic lateral sclerosis” wurde seit dem Icebucket challenge deutlich mehr gesucht, wie der Google Trend zeigt:

Google Trend zu ALS in den letzten 12 Monaten

 

Natürlich kann der Icebucket Challenge die Erkrankten nicht heilen, aber er schafft Aufmerksamkeit und sorgt für ein erhöhtes Spendenaufkommen. Für mich persönlich bedeutet er aber auch noch etwas Anderes: Wie die digitale Welt Grenzen jeder Art ausblenden kann. Ich wurde von einem Mensch in Amerika herausgefordert; ich habe etwas mit Mark Zuckerberg, Justin Timberlake und Bill Gates gemeinsam und ich kann sofort sehen, wie viele andere Menschen auch mitmachen. Raum, Zeit oder Hierarchien spielten hier keine Rolle.

 

Vier Tage “raus”

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Für Lesefaule: Mit dem Fahrrad vier Tage durch Deutschland war für mich entspannender als ein Strandurlaub. Für die nächste Tour halte ich gute sowie schlechte Ideen fest… Gute Ideen: Strecke und Etappenziele vorher festlegen (insbesondere am Tag 3 habe ich … Continue reading