A very German Wochenende

***English Version below***

Heute mal rückwärts: Da eine gute Freundin mein Facebook-Bild vom Oktoberfest-Lauf zum Anlass nahm, mich zu fragen, ob es mir gut geht (und damit meinte: So wie Du aussiehst, kann es Dir doch gar nicht gut gehen;-)), habe ich beschlossen, mich bei Bostonian Regenwetter nach Saunagang ins Bett zu verziehen, Serien zu schauen und Schlaf aufzuholen. Bevor es losgeht, melde ich mich aber erstmal bei Euch.

Zugegeben: Meine Augenfältchen haben in den letzten Wochen ein faszinierendes Eigenleben entwickelt, völlig unberührt von meinen abendlichen Creme-attacken. Sie sind nun offiziell autark, so ist das also mit 28 :-). Wie Ihr ja alle wisst, ist Alpinaweiß meiner Hautfarbe entsprechend designed worden. Zu meiner Verteidigung möchte ich anbringen: You only Fletcher once! (Für die ältere Generation unter den Lesern “You only live once”, oder auch YOLO, ist der Spruch der jetzigen Jugendgeneration; sie wollen damit ausdrücken, dass man auch mal den Moment genießen sollte und nicht bloß an Morgen denken). Wenn ich keine Uni habe, dann muss ich Uni vorbereiten. Und wenn ich damit fertig bin (oder selbst wenn ich nicht damit fertig bin), dann warten so viele spannende Abenteuer, die Schlaf so belanglos erscheinen lassen…diese grandiose Stadt erkunden, Seminare, Diskussionspanel, spannende Unterhaltungen, gute Restaurants, Oktoberfest. Oktoberfest???

Der Deutsche Exportschlager ist nicht das Deutsche Wahlsystem

Mich stimmt das als ausgesprochene NICHT-BAYERIN sehr traurig, aber wenn es etwas gibt, was hier alle mit Deutschland verbinden, dann ist es: Oktoberfest. Hier gibt es natürlich nur den billigen Abklatsch in jeglicher Form (Plastik-Lederhosen, Überstülp-Dirndl, fettige Bratwurst, ungewürztes Sauerkraut), aber hier gibt es auch viele witzige Veranstaltungen. Eine sehr kreative Form, Sport mit Bier und Oktoberfest zu verbinden, habe ich heute kennengelernt: Oktoberfest Fun Run. (BILDER)

Unsere kleine deutsche Fletcher Community hat sich zum Tag der Deutschen Einheit letzten Donnerstag versammelt, um “Deutsch” vorzuglühen und danach das Wahrzeichen der Uni in Deutsch einzufärben. Ich sage mal so: Flunky Ball an sich kam gut an, allerdings würden die versammelten Ostasiaten wahrscheinlich auf jedem deutschen Festival vom Glauben abbrechen, was Quantität und Schnelligkeit des Bierkonsumes betrifft. Zur zweiten Runde Flunky Ball fragte mich ein Asiate, der mit Wasser mitgespielt hatte, ob ich das denn schaffen würde, nochmal ein Bier zu trinken…

Robbe in Sicht 

Nicht so richtig deutsch war unser Ausflug mit dem “Maritime History”-Kurs nach New Bedford. Die einst reichste Stadt der USA ist mit Walfang berühmt geworden und hier spielt Herman Melvilles Moby Dick. Witzigerweise passte der Vortrag des Hafenchefs, ehemaliger Fletcher-Student, in mein Deutsches Wochenende, weil New Bedford momentan aus Rostock und Guxhaven Material und Unterstützung für den Bau eines Offshore-Windparks erhält. Bei der Hafenrundfahrt haben wir eine Robbe getroffen, die im Hafenbecken “wohnt”. Während ich sie gerne mit nach Hause genommen hätte, haben die Einheimischen nur über Robben geschimpft, sie seien gefräßige Nichtsnutzer.

Zum Schluss: Zahlen, Daten, Fakten: 

  • Zwei Monate machen wie viele Kilos? Wie immer, haut drauf, seid nett – ich vertrag´s
  • Alle Läufer oder lauf-affinen Menschen können ab jetzt aufhören zu lesen! Für alle anderen: Ich bin am Samstag bei einem anderen 5km-Lauf meine Bestzeit gelaufen: 27:50. Darüber habe ich mich sehr gefreut! Ich gratuliere an dieser Stelle allen Ulmer Einstein-Marathon Teilnehmern von ZEISS für ihre Leistungen! (Die Finisher Videos auf der Webseite sind klasse!)
  • Nächstes Wochenende komme ich das erste Mal nach Hause. Leider nur für drei Tage. Worauf ich mich, neben Freunden und Familie, am meisten freue: Gehacktesbrötchen mit Zwiebeln, richtige Butterbrezeln und ein Bier nach Deutschem Reinheitsgebot 😉

German everwhere 

Grad School is slowly getting to me – in a positive and negative sense. Positive: I enjoy this life between classes, readings, library, panels, discussions, parties ;-). I will start with the latter, since I just got home from my first Octoberfest-fun-run in Boston. First of all: Nope, there is no such thing in Germany! But the idea is just great, dress up in traditional attire, run nice and short 5k through MIT, and enjoy German Octoberfest Food, German music and beer for free :-). I had a blast!

On October, 3rd, 1989 Germany was finally reunited after several decades. This day, the day of the German unification (as it is called in Germany), was worth going for the university´s landmark, the Tufts cannon. So, wie pre gamed, playing typical German fun games in the yard of our hall and took off with a big crowd towards the cannon. See the results for yourself:

A lot about Germany I learned at our field trip to New Bedford. Here, they are trying to establish off-shore wind parks and, believe it or not, German companies deliver knowledge and equipment for that purpose. New Bedford is the number one fishing port in the United States and once was the richest town in the days of whale hunting. I learned a lot about that in the New Bedford Whaling Museum. If you ever get a chance, I recommend a visit.

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