Walgesang…

Für Lesefaule: Midterms sind vorbei, Halloween hat mich vom Deutschen ab-16-Trinksystem überzeugt, Maurice und ich konnten einen Red Sox-Samstag in Boston genießen und, hatte ich es schon erwähnt: Midterms sind vorbei 😉

In a nutshell: Midterms are over, halloween made me appreciate that Germany are allowed to drink when they´re 16, Maurice was here and we celebrated the Red-Sox-World-Series-Win with Boston, and, by the way, my midterms are done! 🙂

Bevor ich mein Plädoyer für das Deutsche Trinksystem präsentiere, hier erstmal Bilder von allen möglichen Dingen, die ich in den letzten Wochen erlebt/gesehen habe.

Before I get into detail on why I appreciate the German drinking age, here are a couple of moments in pictures.

Mein Plädoyer

Meine Eindrücke beginnen eine Woche vor Halloween, an dem Samstag, an dem wir im Hof der Blakeley Hall unsere Halloween Party gefeiert haben. Dass die Party von 19.00 – 01.00 von mehr Polizisten beaufsichtigt wurde, als ich je auf dem Southside-Festival gesehen habe, sei hier nur am Rande bemerkt. Unser eher nicht so Party-erprobter Resident Director hat Anzahl und Feierwut der Fletcher Studenten leicht unterschätzt und nach einer Stunde wirklich guter Party, brannten vier der sechs Boxen durch. Also habe ich mich mit Cash bewaffnet und einen Streifzug entlang der gesamten Fraternity-Verbindungshäuser begonnen. Denn, obwohl diese Bruderschaften offiziell höheren moralischen Werten verpflichtet sind, habe ich den Eindruck, dass sie das Management von musikalischen Events, bei denen alkoholhaltige Erfrischungsgetränke ausgeschenkt werden, durchaus beherrschen. Und, siehe da, von Haus zu Haus die gleiche Erfahrung: Die Tür öffnet ein Student im Jogger mit Flip Flops, meist ohne Shirt. In der Hand hält er neben einer nicht angezündeten Zigarette Bier. Oder eine Pulle Schnapps (Jägermeister ist hier hoch im Kurs). Es riecht nicht unbedingt nur nach Zigarettenrauch. Aus hinteren Räume verlautet frenetisches Mädchen-Gekreische, ab und zu gucken ein paar leicht bekleidete Menschen in den Flur: Schauen, wer stört. Um das ganze korrekt einzuordnen: Diese Fraternities sind ein traditioneller Bestandteil des Amerikanischen Universitätssystems. Oberstes Credo ist wohl: Work hard, party hard. Eine Woche später, an Halloween, konnten wir die volle Breitseite der amerikanischen Doppelmoral erleben: Auf dem gesamten Campus liefen wenig bis kaum bekleidete, junge Studentinnen rum, die ganz offensichtlich in Teilen die Kontrolle verloren haben: Die einen über ihre Muttersprache, die anderen über ihren Bewegungsapparat, wiederum andere über beides. Stellt Euch vor, Ihr seht jemanden auf Euch zufallstolpern, dessen weit ausgeschnittenes T-Shirt zwischen den Beinen hängt. Sie versucht mit Euch zu kommunizieren, aber alles, was Ihr hört, erinnert Euch an die letzte BBC-Dokumentation zum Thema Walgesang. Ein Spaß, das ganze einfach nur zu beobachten…

Zunächst ist man versucht, den Kopf zu schütteln. Allerdings muss man dieses Verhalten in den Kontext setzen: Vieler dieser Studenten durften während ihrer High School Jahre nur heimlich trinken oder auch gar nicht. Sobald sie das Elternhaus verlassen, drehen sie durch! Weil es endlich niemanden mehr gibt, der ihnen alles verbietet. Das Ergebnis: Jedes Wochenende werden unzählige Studenten mit Alkoholvergiftungen in das lokale Krankenhaus gebracht. Vielen Dank, liebes Deutschland, dass Deine Kinder ab 16 ein Bier trinken dürfen, dass wir offen damit auf der Straße rumlaufen dürfen und uns nicht verstecken müssen!

Appreciating the German Drinking Age

Around Halloween was a good time for a little field study relating to the behavior of undergraduate students under the influence of alcohol. The range is vast: from behaving silly, to loosing total control and ending up in the hospital with alcohol poisoning. However, I have been a little irritated by the fact that the majority of undergrad students is “underage”, but they are drinking anyway. And, not really in a healthy way! In my opinion this is due to the fact that their drinking experimental phase starts at university. I just realized how thankful I am that Germans are allowed to drink beer and wine from the age of 16 and that they do not have to hide it. Whatever is forbidden, appeals. And that this holds true I was able to observe.

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