Nach müde kommt blöd…

Für Lesefaule: Toois Theorie zufolge steigt mit dem Level an Arbeit auch der Anspruch auf Vergnügen…

Ich habe von einigen von Euch Feedback erhalten, dass Euch mehr Uni-Details interessieren würden. Dem komme ich gerne nach! In den letzten Wochen war wieder “Midterm”-Phase. Was habe ich so gemacht:

Für meinen Petroleum-Kurs hatten wir zwei sehr spannende Projekte. Ich bin in einer Gruppe mit vier anderen Internationals, alles absolut phantastische Frauen aus Indien, Tschechien und Japan. Wir haben uns den Firmennamen “Crude Girls Inc.” gegeben (Crude = rohes Öl). Im ersten Projekt haben wir als Business Developement Team eine Empfehlung an unseren CFO abgeben müssen, wieviel Geld wir einem Staat anbieten würden, um auf deren Gebiet nach Öl zu bohren. Wie macht man das? Man erstellt ein so genanntes Cash Flow-Model: Hierzu braucht man alle anfallenden Kosten und alle Einnahmen für die Dauer des Projektes. Und da fängt der Spass erst an: Denn so ein Ölprojekt hängt logischerweise vom Preis am Markt ab und wer weiss schon, wie dieser sich entwickelt. Das Spannende an diesem Prozess ist nicht nur die Recherche und die Diskussionen in der Gruppe, sondern auch die Uni an sich. Eines Nachmittages haben wir uns die Haare zerrauft an der Frage, wie wir die Inflation mit einberechnen sollen, als ein Kommilitone, der jahrelang für den Petroleumsektor gearbeitet hat, uns wertvolle Tipps geben konnte. Für das zweite Projekt sollten wir unserem CFO eine Empfehlung abgeben, welche Art von Raffinerie Crude Girls Inc in Singapur bauen soll und welche Art von Rohöl wir einkaufen würden.

Obwohl die Erstellung der Cash-Flow-Modelle und die Recherche und Analyse viele Stunden in Anspruch nimmt, läuft das ganze sehr spielerisch. Unser Professor, Bruce Everett, ist immer für uns da. Während des ersten Projekts hat er einen Bestechungsversuch seitens der Regierung eine Woche vor Abgabetermin mit ins Spiel gebracht, auf den wir reagieren mussten.

Prof Everett war auch an der Fletcher School, danach hat er im politischen Sektor gearbeitet und danach 30 Jahre bei Exxon Mobile. Er unterrichtet in Georgetown und an der Fletcher School und zu Beginn jedes Kurses stellt er uns eine Red Sox-Rätselfrage. Für die richtige Antwort gibt es M&Ms :-).

Er lebt auf Cape Cod und im Winter in Los Angeles und sein Ziel ist es, uns Studenten Zusammenhänge erkennen zu lassen, die reine BWLer meistens nicht erkennen, weil sie keine politikwissenschaftlichen oder rechtlichen Vorlesungen besucht haben. Ich finde es super spannend.

Neben den zwei Petroleum-Projekten musste ich zwei Finance-Cases bearbeiten (das erkläre ich in einem anderen Post), meinen Masterthesis vor der Firma Hitachi vorstellen (ja, auch das stelle ich noch vor), eine Netzwerkanalyse eines internationalen Kongresses dem Veranstalter vorstellen (kommt auch noch…), eine Debatte leiten, drei Finance-Aufgabenblätter abgeben. Und, wie schon angekündigt, geht eine solche “heiße Phase” bei mir nicht mit mehr Schlaf einher, sondern mit mehr Abenteuer :-).

Maurice war die letzten zwei Wochen hier und wir haben vieles unternommen, hier ein paar Eindrücke:

  • Wine Riot
  • Halloween
  • American Hockey League: Manchester Monarchs vs. St. Johns Ice Caps
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