Summer in Boston – a guide

While I am still working on a post about graduation and how it feels to be a “Master”, here is a lighthearted post about the incredible pleasure of spending the summer in Boston. I feel very blessed that I had my Dad and High School friends spend their vacation with me here. If you are in Boston, or plan a trip, here are some of my favorite places/things to do.

  • rent a Kayak from Alston and paddle into the city to the Kendall Square. It is a five-mile-trip, but the current is light. On your way you pass Harvard, Boston University, MIT and finally you arrive at this view:

boston_esplanade_from_a_kayak

  • Go to one of Boston’s harbor islands. The Boston Bay Area has 34 islands and in the summer Boston Harbor Cruises offers service to four of these every day. The round trip is $17 and I can totally recommend it. Here are some impressions from my trip to Spectacle Island.
  • Enjoy a trip to the Cape. This time, I took the Fast Ferry to Provincetown, which is the very rainbowy town at the end of the Cape. There are tons of galleries and bars and it is fun for a 2-3-day-trip. You can wade and reach a very lonely beach, you can sip cocktails in the sun and watch people or go whale watching. I recommend the very inappropriate, dirty, but by locals attended bar “The Old Colony” ;-). I had been checking Groupon for a good Bed&Breakfast deal and we stayed at “The Anchor Inn” and had a beautiful room with a balcony overlooking the bay.

Ostern und Reflektion über interkulturelle Missverständnisse

Ich wünsche Euch allen ein wunderschönes, sonniges Osterfest!

Ostern ist hier nicht. Zumindest nicht so wie zuhause. Karfreitag ist kein Feiertag, es gibt keine bunt bemalten Ostereier und der Lindt Goldhase trägt kein Glöckchen. Für mich ist das interessant, weil ich daran festmache, wie sehr Deutschland christliche Feiertage lebt, wohingegen in den Vereinigten Staaten keine religiösen Feiertage eine solche Dominanz haben. Man kann hier alle Feiertage leben und auch Gemeinschaften finden, die das tun. Aber man muss nicht.

Karfreitag war trotzdem dieses Jahr besonders für mich. Mein Professor für “International Investment Law” unterrichtet gemeinsam mit Professoren von der Harvard Law School und Brandeis University ein Seminar für internationale Verhandlungen (Program on Negotiations). Das Programm wird bald auch digitale Elemente enthalten und eine Gruppe internationaler Studenten ist Teil eines Unterrichtsvideos und ich durfte die Deutsche Perspektive vertreten.

Eine der größten Hürden in internationalen Verhandlungen sind internationale und interkulturelle Missverständnisse und in Vorbereitung auf das Video ist mir aufgefallen, wie viel ich hier lerne über meinen blinden Fleck und wie oft ich missverstanden werde. Ich werde in den nächsten Wochen ein paar Anekdoten und Lehrstunden mit Euch teilen.

Die Beziehung zählt, nicht das Ergebnis

In Indien und vielen südostasiatischen Regionen läuft ein einstündiges Meeting so ab: 30-45 Minuten erzählen sich alle gegenseitig über ihre Familien, ihr Befinden und dann erst gehts ans Eingemachte. In Deutschland beginnt ein Meeting um 08.00, um 08.01 haben alle Kaffee, ab 08.02 geht es um den Inhalt des Meetings (außer vielleicht montags, wenn kurz die Bundesliga-Ergebnisse besprochen werden müssen oder der Tatort durch den Dreck gezogen). Was für mich als zeiteffiziente Herangehensweise gilt, wird in internationalen Gruppen so verstanden, als wäre ich nicht an den Menschen am Verhandlungstisch interessiert, sondern nur an einem schnellen Ergebnis.

Die Deutsche Direktheit, vor allem im Probleme ansprechen, wird international oft als Arroganz verstanden. In meiner Zeit an der Uni habe ich mit Studenten aus der Türkei, USA, Indien, Holland, Syrien, Kamerun, Brasilien, Chile, Nepal, Pakistan, Korea, Griechenland, China, Japan enger zusammengearbeitet und für mich kultiviert, zu Anfang anzumerken, dass meine Art oft als sehr direkt empfunden wird. Viele haben mir positives Feedback gegeben. Und das Interessante ist: Ich ändere mein Verhalten nicht, aber es wird anders wahrgenommen, weil ich signalisiert habe, dass ich mir Gedanken darüber mache, wie andere Nationen und Kulturen funktionieren.

Ich verabschiede mich mit einem Sonnenaufgang und einem Sonnenuntergang aus meinem geliebten Boston.

Boston_Sunrise Boston_Sunset

 

The sunny side of this winter’s snow

It happened this morning: -6 Celsius/21 Fahrenheit, no wind, beautiful sky. As I was walking across campus, I kept taking off accessoires that have become my standard attire: gloves, scarf around face, hat. Yes, at -6Celsius I start feeling warm nowadays. I am so glad our human bodies are as amenable as they are.

Boston has been creepy cold, we have gone more than 40days without a day above 0 degrees. Just with everything in live, it depends on the perspective, and mine changed after a marvellous skiing weekend in Quebec Canada, with windchill temperatures of -35 Celsius/-31 Fahrenheit.

Here are some impressions of the sunny side of this splendid winter wonderland that I am currently living in. (By the way, don’t be fooled by this happy note. As you might have noticed, my last post was a while ago. I had to hibernate for a while because this weather is making daily life considerably harder: my daily walk to the T station is more like an outdoor trek and my hands are constantly bleeding, even though I am moisturizing like crazy. ButI did not want to bother you with yet another bad mood-post, so I simply waited for the sun to cheer me up)

Snowerflow – Boston Winter kills the love

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Winter in Berlin was cold, with snow that nobody bothered removing. Winter in Stuttgart was snowy. Current winter in Boston is unbelievably cold, temperatures are changing on a daily basis within a range of 20 degrees celsius, there is a … Continue reading

Und heute ist es Linus

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Linus heißt das neueste Projekt von Frau Holle. Es schneit, es ist kalt, der Schnee von letzter Woche hat sich zu unüberwindbaren Eis-Hindernissen im Alltag verwandelt. Auch wenn wir hier alle in Trance sind nach dem unglaublichen Sieg der New … Continue reading

Nach müde kommt blöd…

Für Lesefaule: Toois Theorie zufolge steigt mit dem Level an Arbeit auch der Anspruch auf Vergnügen…

Ich habe von einigen von Euch Feedback erhalten, dass Euch mehr Uni-Details interessieren würden. Dem komme ich gerne nach! In den letzten Wochen war wieder “Midterm”-Phase. Was habe ich so gemacht:

Für meinen Petroleum-Kurs hatten wir zwei sehr spannende Projekte. Ich bin in einer Gruppe mit vier anderen Internationals, alles absolut phantastische Frauen aus Indien, Tschechien und Japan. Wir haben uns den Firmennamen “Crude Girls Inc.” gegeben (Crude = rohes Öl). Im ersten Projekt haben wir als Business Developement Team eine Empfehlung an unseren CFO abgeben müssen, wieviel Geld wir einem Staat anbieten würden, um auf deren Gebiet nach Öl zu bohren. Wie macht man das? Man erstellt ein so genanntes Cash Flow-Model: Hierzu braucht man alle anfallenden Kosten und alle Einnahmen für die Dauer des Projektes. Und da fängt der Spass erst an: Denn so ein Ölprojekt hängt logischerweise vom Preis am Markt ab und wer weiss schon, wie dieser sich entwickelt. Das Spannende an diesem Prozess ist nicht nur die Recherche und die Diskussionen in der Gruppe, sondern auch die Uni an sich. Eines Nachmittages haben wir uns die Haare zerrauft an der Frage, wie wir die Inflation mit einberechnen sollen, als ein Kommilitone, der jahrelang für den Petroleumsektor gearbeitet hat, uns wertvolle Tipps geben konnte. Für das zweite Projekt sollten wir unserem CFO eine Empfehlung abgeben, welche Art von Raffinerie Crude Girls Inc in Singapur bauen soll und welche Art von Rohöl wir einkaufen würden.

Obwohl die Erstellung der Cash-Flow-Modelle und die Recherche und Analyse viele Stunden in Anspruch nimmt, läuft das ganze sehr spielerisch. Unser Professor, Bruce Everett, ist immer für uns da. Während des ersten Projekts hat er einen Bestechungsversuch seitens der Regierung eine Woche vor Abgabetermin mit ins Spiel gebracht, auf den wir reagieren mussten.

Prof Everett war auch an der Fletcher School, danach hat er im politischen Sektor gearbeitet und danach 30 Jahre bei Exxon Mobile. Er unterrichtet in Georgetown und an der Fletcher School und zu Beginn jedes Kurses stellt er uns eine Red Sox-Rätselfrage. Für die richtige Antwort gibt es M&Ms :-).

Er lebt auf Cape Cod und im Winter in Los Angeles und sein Ziel ist es, uns Studenten Zusammenhänge erkennen zu lassen, die reine BWLer meistens nicht erkennen, weil sie keine politikwissenschaftlichen oder rechtlichen Vorlesungen besucht haben. Ich finde es super spannend.

Neben den zwei Petroleum-Projekten musste ich zwei Finance-Cases bearbeiten (das erkläre ich in einem anderen Post), meinen Masterthesis vor der Firma Hitachi vorstellen (ja, auch das stelle ich noch vor), eine Netzwerkanalyse eines internationalen Kongresses dem Veranstalter vorstellen (kommt auch noch…), eine Debatte leiten, drei Finance-Aufgabenblätter abgeben. Und, wie schon angekündigt, geht eine solche “heiße Phase” bei mir nicht mit mehr Schlaf einher, sondern mit mehr Abenteuer :-).

Maurice war die letzten zwei Wochen hier und wir haben vieles unternommen, hier ein paar Eindrücke:

  • Wine Riot
  • Halloween
  • American Hockey League: Manchester Monarchs vs. St. Johns Ice Caps

By the Sea

When anxious, uneasy and bad thoughts come, I go to the sea, and the sea drowns them out with its great wide sounds, cleanses me with its noise, and imposes a rhythm upon everything in me that is bewildered and confused.  (Rilke)

 

The Neptunes, our maritime club at The Fletcher School, which I along with two friends lead, organized a boat trip along the coast of Salem, followed by a huge Lobster cooking. It was a beautiful day, 21 degrees (Celsius, of course :-)). And, once again, it is the ocean that calms and humbles me and makes me appreciate everything that I have.

Corporate finance, you cannot beat this!

Kidnapped!

Für Lesefaule: Dies ist eine feindliche Übernahme von Toois Blog. Mein Name ist Corporate Finance und ich habe Franziska Schwarzmann unter meiner Kontrolle!

Ihr denkt, das ist ein Scherz, ist es aber nicht. Mein Netzwerk ist stark:

  • Professor Philipp Uhlmann, lange Investmentbanker, jetzt Professor. Er kämpft für eine Welt, in der Banker wieder als Menschen mit Verstand gesehen werden. Deswegen bringt er armen, mathematisch völlig unbegabten Menschen wie Tooi bei, was es heißt, eine Firma zu richtig zu finanzieren.
    • Sein Anliegen: “Setzt doch einfach mal den Common-Sense-Hut auf und fangt an nachzudenken.”
    • Seine Glaubensrichtung: “Everything will be fine.”
    • Sein Motivationsspruch: “Irgendwann im Dezember, wenn alles vorbei ist, werdet Ihr verstehen, warum wir Euch so quälen. Bis dahin hilft vor allem beten.”
    • Seine Taktik: “Ich erkläre Euch erst dann die Dinge, wenn Ihr völlig verzweifelt seid und kurz vorm Durchdrehen.”
  • “Edward”, Professor Uhlmanns Hund: Er bringt jeden Sonntag zu seiner Sprechstunde seinen Therapiehund “Edward” mit, ein Westhighland-Terrier-Monster. Edward sitzt auf “Phil´s” Schoß und schaut die Stundenten stets vorwurfsvoll an. Wenn ihm die fragenden Gesichter zu viel werden, macht er Nickerchen. Gegen solche Dummheit hilft nur Ignoranz.

Was hat das Ganze zu bedeuten?

Gestern Nacht hat Tooi ein Case-Write-Up fertiggestellt (für alle, die nicht wissen, was das ist: Harvard Business School schreibt sogenannte Cases über Firmen, die ein Problem haben. Zu den Cases gehören Excel-Tabellen. Studenten dürfen dann das Problem analysieren, Excel-Akrobatik üben und am Ende sagen, was sie machen würden, wenn sie der Firma etwas raten dürften), jede Woche Freitag muss sie ein Problem-Set einreichen (das ist seit fünf Wochen derselbe Ablauf: ein Tag, um die Aufgaben zu verstehen, ein Wochentag pro Aufgabe und am Ende stellt sich heraus, dass die Hälfte falsch war), und am 22.Oktober ist Klausurtag. Bis dahin werde ich Euch kein Lebenszeichen mehr senden.

Macht den Finanzern!

Das kleine Biest ist mir die letzten zwei Wochenenden entkommen, hier einige Bilder aus Boston, New York und Washington:

Und ein Teil von mir bleibt hier…

Für Lesefaule: Manchmal fühle ich mich, als würde ich auf meinen Lebensstationen Horcruxe hinterlassen. (Für alle nicht Harry-Potter-Belesenen: 1.) Lest die Bücher! 2.) Lest die Bücher! 3.) Der böse Lord Voldemort hat seine Seele in verschiedene Teile gespalten und in Gegenständen versteckt, die für ihn von Bedeutung waren.)

Genau drei Wochen bin ich wieder hier. Ich bin eingezogen, habe meinen Geburtstag ordentlich gefeiert, habe meine Kurse gewählt (Corporate Finance, Petroleum in International Relations, Social Network Analysis, Digital Disruption), habe mit meiner Masterarbeit (zumindest im Kopf) begonnen, und meine Liebe zu dem ganzen Wasser in und um Boston aufleben lassen. Lange Zeit wusste ich nicht, was ich Euch berichten sollte. Erst war ich müde, dann war ich beschäftigt, dann war ich unglaublich glücklich wieder hier zu sein. Das heißt aber nicht, dass ich nicht genauso glücklich war während meines Sommers in Deutschland. Und die einzige Analogie, die mir dazu einfällt, stammt (wie so oft) von Harry Potter. Ich verteile Horcruxe:

  • in Hamburg bei meiner besten Freundin, am Elbstrand in Övelgönne, im stickigen U-Bahn-Geruch, in einer Kugel Schmidt-Eis.
  • in Oberkochen beim Minigolf mit meinen Kollegen, bei einem Kicker-Match in der Kantine.
  • der Deutsche Sommer hat sich einen geschnappt – die Freilichtkinos, die Biergärten, die Grillabende, die Wildblumen, die Weinfeste.
  • in der Deutschen Ess- und Trinkkultur: Sekt-Aperol, kühler Weißwein, schwäbischer Wurstsalat, frisches Brot, alkoholfreies Hefeweizen, Zwetschgenkuchen mit Streuseln.
  • In den wunderbaren Gesprächen über Lebensmodelle, Ansprüche und die Suche nach dem Glück.
  • Im Wasser. Am Main, an der Fulda, am Fresh Pond, am Atlantik, am Charles River.
  • In der Vielfalt der Fletcher School: in Uni-Arbeitsgruppen, in der sich vier Nationen treffen, um ein Cash-Flow-Modell für einen Energieanbieter zu erarbeiten. In Freitagabend-Sportevents, in Wg-Dinnerabenden, die zu philosophischen Diskussionen bis tief in die Nacht ausarten; in Professoren, die sagen: Das wird schon!

Und so fühlt sich der Beginn des zweiten Masterjahres ganz anders an. Ich bin zu Hause in Boston. Momentan. Genauso wie ich zu Hause war im Sommer in Deutschland. Und so verteile ich meine Horcruxe an vielen Orten, in vielen Details. Und das ist auch gut so. Sie alle zusammen machen mich aus. Und zum ersten Mal, seitdem ich hier angekommen bin letztes Jahr, habe ich nicht mehr das Gefühl, dass ich mich entscheiden muss, was ich jetzt besser oder schlechter finde. Sondern einfach nur leben. Und Horcruxe verteilen.