Kidnapped!

Für Lesefaule: Dies ist eine feindliche Übernahme von Toois Blog. Mein Name ist Corporate Finance und ich habe Franziska Schwarzmann unter meiner Kontrolle!

Ihr denkt, das ist ein Scherz, ist es aber nicht. Mein Netzwerk ist stark:

  • Professor Philipp Uhlmann, lange Investmentbanker, jetzt Professor. Er kämpft für eine Welt, in der Banker wieder als Menschen mit Verstand gesehen werden. Deswegen bringt er armen, mathematisch völlig unbegabten Menschen wie Tooi bei, was es heißt, eine Firma zu richtig zu finanzieren.
    • Sein Anliegen: “Setzt doch einfach mal den Common-Sense-Hut auf und fangt an nachzudenken.”
    • Seine Glaubensrichtung: “Everything will be fine.”
    • Sein Motivationsspruch: “Irgendwann im Dezember, wenn alles vorbei ist, werdet Ihr verstehen, warum wir Euch so quälen. Bis dahin hilft vor allem beten.”
    • Seine Taktik: “Ich erkläre Euch erst dann die Dinge, wenn Ihr völlig verzweifelt seid und kurz vorm Durchdrehen.”
  • “Edward”, Professor Uhlmanns Hund: Er bringt jeden Sonntag zu seiner Sprechstunde seinen Therapiehund “Edward” mit, ein Westhighland-Terrier-Monster. Edward sitzt auf “Phil´s” Schoß und schaut die Stundenten stets vorwurfsvoll an. Wenn ihm die fragenden Gesichter zu viel werden, macht er Nickerchen. Gegen solche Dummheit hilft nur Ignoranz.

Was hat das Ganze zu bedeuten?

Gestern Nacht hat Tooi ein Case-Write-Up fertiggestellt (für alle, die nicht wissen, was das ist: Harvard Business School schreibt sogenannte Cases über Firmen, die ein Problem haben. Zu den Cases gehören Excel-Tabellen. Studenten dürfen dann das Problem analysieren, Excel-Akrobatik üben und am Ende sagen, was sie machen würden, wenn sie der Firma etwas raten dürften), jede Woche Freitag muss sie ein Problem-Set einreichen (das ist seit fünf Wochen derselbe Ablauf: ein Tag, um die Aufgaben zu verstehen, ein Wochentag pro Aufgabe und am Ende stellt sich heraus, dass die Hälfte falsch war), und am 22.Oktober ist Klausurtag. Bis dahin werde ich Euch kein Lebenszeichen mehr senden.

Macht den Finanzern!

Das kleine Biest ist mir die letzten zwei Wochenenden entkommen, hier einige Bilder aus Boston, New York und Washington:

Punkt. Oder Komma?

Für Lesefaule: Einmal Komma und Punkt verwechselt…und die ganze Uni-Administration verwirrt.

Fangen wir mit der Lehrstunde an, die mich einige Nerven gekostet hat: Die Dezimaltrennzeichen sind in Deutschland und Amerika unterschiedlich. Es gibt da nämlich, danke Wikipedia für diese Auflistung, so genannte Punktländer und Kommaländer.

  • 200 Euro schreibt man in Deutschland so: 200,00 (Dezimaltrennzeichen: Komma)
  • 200 Dollar schreibt man in Amerika so: 200.00 (Dezimaltrennzeichen: Punkt)

Auf und um den Campus können Studenten mit ihrer Unikarte zahlen. Die “Währung” heißt JumboCash und Studenten können auf die Karte so viel Geld laden wie sie wollen. Die Rechnung kommt über das Studentenkonto, auf das auch Eltern Zugriff haben.

Tufts ID ist gleichzeitig auch Zahlungsmittel auf dem Campus

Franzi hat auf jeden Fall Anfang Februar ihre 200 Dollar JumboCash-Rechnung überweisen wollen, und hat eingegeben: 200,00. Ja! Das Amerikanische System hat das Komma ignoriert und diese Zahl als 20.000 Dollar interpretiert. Das habe ich erst bemerkt, als ich nochmal im System nachschaute und sah, dass ich angeblich 19,800 Dollar Plus auf meinem Konto hatte.

Panik! Also habe ich nicht nur bei meiner Bank angerufen und sie gebeten, das Geld zurückzuholen, sondern auch bei der Uni einen so genannten “Refund-Request” eingereicht: Geld bitte zurückgeben. Witzigerweise versicherte mir die Bank, dass so eine Überweisung niemals rausgehen könnte. Das Geld ist also de facto nie bei der Uni angekommen.

Eine Woche später fand ich einen Check über 20.000 Dollar in meinem Postfach. Die Uni hat also, obwohl das Geld nie angekommen ist, mir 20.000 Dollar ausgezahlt. Auch schön 🙂

Es hat sich alles geklärt, nach mehreren Besuchen im Service Büro und vielen Emails. Das Ende der Geschicht: Punkt und Komma verwechselt die Franzi so schnell nicht! 🙂

 

Hier sind noch ein paar Impressionen der letzten Wochen, ich habe mich ja schon lange nicht mehr gemeldet:

 

 

 

 

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