Connecting Worlds – homesickness is just a concept

Summary for busy folks: I have given you two years of my perspective on the international experience. It is time for other voices…today I am very happy that my friend Deborshi reflects on how dynamic the term homesick can be.

 

Deborshi Barat, Fletcher student and book authorDebo is a lawyer, presently enrolled at The Fletcher School.We lived together in Blakeley last year. We did have trouble managing to see eachother, though, because my preferred time to get up is 06am (the earlybird), which is roughly Debo’s preferred time to go to bed (the nightowl). Among other things, he’s secretly trying to promote a book he’s written, available online at http://www.amazon.com/The-Hunter-Pigeons-Deborshi-Barat/dp/148283460X

 

 

In the first couple of weeks, I walked to Davis Square to open a local bank account. It was a big deal – my first foray into the U.S. banking system. I was struck by how seamless the process was. A manager ushered me into her room and breezed through the process. Since home was on my mind, I asked her, a perfect stranger, a professional in the middle of a transaction, where she was from, and if she missed home. She didn’t laugh. I was informed that she’d arrived from Romania some years ago. I asked her why she hadn’t returned. “I like it here,” she said. “How can you not want to go back?” She said, she was terribly homesick too, the first couple of years after her emigration. She went back often. At first, the visits were six months apart, then annual, then once in two years. “Now I don’t fit in anymore,” she said. I came out of the bank, aghast. There was a dim realization that homesickness was a concept too, a concept that one could get used to, and eventually it would disappear. Just like Kundera said. But to this day, I wish I don’t become that person.

Strangely enough, the first impression of coming to stay and study in Boston was not as earth-shattering as I thought it’d be. People spoke about adjusting to the ‘culture’ here, but what with movies and television, and pop culture in general, there were very few things about the U.S. which were unexpected. Coming from India, language too wasn’t a barrier. Of course, I was homesick, and I secretly prayed that others were too, so that I’d feel less embarrassed about admitting it. However, the bubble that an ‘international’ grad school creates, in many ways, mimicks the world: there are groups formed based on language, interests, skills, etc., so much so that I feel one can take Fletcher and plant it anywhere else in the world, and it would still essentially remain the same. This mini-world illusion is a trap. Listening to people’s stories from across the globe, it is easy to be lulled into a wider consciousness, and there comes a time when one goes home and discovers that it’s not the same anymore. The concept of home changes, and once sucked into this bubble, I sometimes forget who I am, and where I belong. Every time I fly back to Calcutta, my city, with each subsequent visit, I miss the city less, and familiar things either get defamilarized or staid, and I realize that a large part of the mind is always left behind in this bubble – as if it’s an antiseptic asylum, detached from the rest of the world.

Ostern und Reflektion über interkulturelle Missverständnisse

Ich wünsche Euch allen ein wunderschönes, sonniges Osterfest!

Ostern ist hier nicht. Zumindest nicht so wie zuhause. Karfreitag ist kein Feiertag, es gibt keine bunt bemalten Ostereier und der Lindt Goldhase trägt kein Glöckchen. Für mich ist das interessant, weil ich daran festmache, wie sehr Deutschland christliche Feiertage lebt, wohingegen in den Vereinigten Staaten keine religiösen Feiertage eine solche Dominanz haben. Man kann hier alle Feiertage leben und auch Gemeinschaften finden, die das tun. Aber man muss nicht.

Karfreitag war trotzdem dieses Jahr besonders für mich. Mein Professor für “International Investment Law” unterrichtet gemeinsam mit Professoren von der Harvard Law School und Brandeis University ein Seminar für internationale Verhandlungen (Program on Negotiations). Das Programm wird bald auch digitale Elemente enthalten und eine Gruppe internationaler Studenten ist Teil eines Unterrichtsvideos und ich durfte die Deutsche Perspektive vertreten.

Eine der größten Hürden in internationalen Verhandlungen sind internationale und interkulturelle Missverständnisse und in Vorbereitung auf das Video ist mir aufgefallen, wie viel ich hier lerne über meinen blinden Fleck und wie oft ich missverstanden werde. Ich werde in den nächsten Wochen ein paar Anekdoten und Lehrstunden mit Euch teilen.

Die Beziehung zählt, nicht das Ergebnis

In Indien und vielen südostasiatischen Regionen läuft ein einstündiges Meeting so ab: 30-45 Minuten erzählen sich alle gegenseitig über ihre Familien, ihr Befinden und dann erst gehts ans Eingemachte. In Deutschland beginnt ein Meeting um 08.00, um 08.01 haben alle Kaffee, ab 08.02 geht es um den Inhalt des Meetings (außer vielleicht montags, wenn kurz die Bundesliga-Ergebnisse besprochen werden müssen oder der Tatort durch den Dreck gezogen). Was für mich als zeiteffiziente Herangehensweise gilt, wird in internationalen Gruppen so verstanden, als wäre ich nicht an den Menschen am Verhandlungstisch interessiert, sondern nur an einem schnellen Ergebnis.

Die Deutsche Direktheit, vor allem im Probleme ansprechen, wird international oft als Arroganz verstanden. In meiner Zeit an der Uni habe ich mit Studenten aus der Türkei, USA, Indien, Holland, Syrien, Kamerun, Brasilien, Chile, Nepal, Pakistan, Korea, Griechenland, China, Japan enger zusammengearbeitet und für mich kultiviert, zu Anfang anzumerken, dass meine Art oft als sehr direkt empfunden wird. Viele haben mir positives Feedback gegeben. Und das Interessante ist: Ich ändere mein Verhalten nicht, aber es wird anders wahrgenommen, weil ich signalisiert habe, dass ich mir Gedanken darüber mache, wie andere Nationen und Kulturen funktionieren.

Ich verabschiede mich mit einem Sonnenaufgang und einem Sonnenuntergang aus meinem geliebten Boston.

Boston_Sunrise Boston_Sunset

 

Nach müde kommt blöd…

Für Lesefaule: Toois Theorie zufolge steigt mit dem Level an Arbeit auch der Anspruch auf Vergnügen…

Ich habe von einigen von Euch Feedback erhalten, dass Euch mehr Uni-Details interessieren würden. Dem komme ich gerne nach! In den letzten Wochen war wieder “Midterm”-Phase. Was habe ich so gemacht:

Für meinen Petroleum-Kurs hatten wir zwei sehr spannende Projekte. Ich bin in einer Gruppe mit vier anderen Internationals, alles absolut phantastische Frauen aus Indien, Tschechien und Japan. Wir haben uns den Firmennamen “Crude Girls Inc.” gegeben (Crude = rohes Öl). Im ersten Projekt haben wir als Business Developement Team eine Empfehlung an unseren CFO abgeben müssen, wieviel Geld wir einem Staat anbieten würden, um auf deren Gebiet nach Öl zu bohren. Wie macht man das? Man erstellt ein so genanntes Cash Flow-Model: Hierzu braucht man alle anfallenden Kosten und alle Einnahmen für die Dauer des Projektes. Und da fängt der Spass erst an: Denn so ein Ölprojekt hängt logischerweise vom Preis am Markt ab und wer weiss schon, wie dieser sich entwickelt. Das Spannende an diesem Prozess ist nicht nur die Recherche und die Diskussionen in der Gruppe, sondern auch die Uni an sich. Eines Nachmittages haben wir uns die Haare zerrauft an der Frage, wie wir die Inflation mit einberechnen sollen, als ein Kommilitone, der jahrelang für den Petroleumsektor gearbeitet hat, uns wertvolle Tipps geben konnte. Für das zweite Projekt sollten wir unserem CFO eine Empfehlung abgeben, welche Art von Raffinerie Crude Girls Inc in Singapur bauen soll und welche Art von Rohöl wir einkaufen würden.

Obwohl die Erstellung der Cash-Flow-Modelle und die Recherche und Analyse viele Stunden in Anspruch nimmt, läuft das ganze sehr spielerisch. Unser Professor, Bruce Everett, ist immer für uns da. Während des ersten Projekts hat er einen Bestechungsversuch seitens der Regierung eine Woche vor Abgabetermin mit ins Spiel gebracht, auf den wir reagieren mussten.

Prof Everett war auch an der Fletcher School, danach hat er im politischen Sektor gearbeitet und danach 30 Jahre bei Exxon Mobile. Er unterrichtet in Georgetown und an der Fletcher School und zu Beginn jedes Kurses stellt er uns eine Red Sox-Rätselfrage. Für die richtige Antwort gibt es M&Ms :-).

Er lebt auf Cape Cod und im Winter in Los Angeles und sein Ziel ist es, uns Studenten Zusammenhänge erkennen zu lassen, die reine BWLer meistens nicht erkennen, weil sie keine politikwissenschaftlichen oder rechtlichen Vorlesungen besucht haben. Ich finde es super spannend.

Neben den zwei Petroleum-Projekten musste ich zwei Finance-Cases bearbeiten (das erkläre ich in einem anderen Post), meinen Masterthesis vor der Firma Hitachi vorstellen (ja, auch das stelle ich noch vor), eine Netzwerkanalyse eines internationalen Kongresses dem Veranstalter vorstellen (kommt auch noch…), eine Debatte leiten, drei Finance-Aufgabenblätter abgeben. Und, wie schon angekündigt, geht eine solche “heiße Phase” bei mir nicht mit mehr Schlaf einher, sondern mit mehr Abenteuer :-).

Maurice war die letzten zwei Wochen hier und wir haben vieles unternommen, hier ein paar Eindrücke:

  • Wine Riot
  • Halloween
  • American Hockey League: Manchester Monarchs vs. St. Johns Ice Caps

By the Sea

When anxious, uneasy and bad thoughts come, I go to the sea, and the sea drowns them out with its great wide sounds, cleanses me with its noise, and imposes a rhythm upon everything in me that is bewildered and confused.  (Rilke)

 

The Neptunes, our maritime club at The Fletcher School, which I along with two friends lead, organized a boat trip along the coast of Salem, followed by a huge Lobster cooking. It was a beautiful day, 21 degrees (Celsius, of course :-)). And, once again, it is the ocean that calms and humbles me and makes me appreciate everything that I have.

Corporate finance, you cannot beat this!

Kidnapped!

Für Lesefaule: Dies ist eine feindliche Übernahme von Toois Blog. Mein Name ist Corporate Finance und ich habe Franziska Schwarzmann unter meiner Kontrolle!

Ihr denkt, das ist ein Scherz, ist es aber nicht. Mein Netzwerk ist stark:

  • Professor Philipp Uhlmann, lange Investmentbanker, jetzt Professor. Er kämpft für eine Welt, in der Banker wieder als Menschen mit Verstand gesehen werden. Deswegen bringt er armen, mathematisch völlig unbegabten Menschen wie Tooi bei, was es heißt, eine Firma zu richtig zu finanzieren.
    • Sein Anliegen: “Setzt doch einfach mal den Common-Sense-Hut auf und fangt an nachzudenken.”
    • Seine Glaubensrichtung: “Everything will be fine.”
    • Sein Motivationsspruch: “Irgendwann im Dezember, wenn alles vorbei ist, werdet Ihr verstehen, warum wir Euch so quälen. Bis dahin hilft vor allem beten.”
    • Seine Taktik: “Ich erkläre Euch erst dann die Dinge, wenn Ihr völlig verzweifelt seid und kurz vorm Durchdrehen.”
  • “Edward”, Professor Uhlmanns Hund: Er bringt jeden Sonntag zu seiner Sprechstunde seinen Therapiehund “Edward” mit, ein Westhighland-Terrier-Monster. Edward sitzt auf “Phil´s” Schoß und schaut die Stundenten stets vorwurfsvoll an. Wenn ihm die fragenden Gesichter zu viel werden, macht er Nickerchen. Gegen solche Dummheit hilft nur Ignoranz.

Was hat das Ganze zu bedeuten?

Gestern Nacht hat Tooi ein Case-Write-Up fertiggestellt (für alle, die nicht wissen, was das ist: Harvard Business School schreibt sogenannte Cases über Firmen, die ein Problem haben. Zu den Cases gehören Excel-Tabellen. Studenten dürfen dann das Problem analysieren, Excel-Akrobatik üben und am Ende sagen, was sie machen würden, wenn sie der Firma etwas raten dürften), jede Woche Freitag muss sie ein Problem-Set einreichen (das ist seit fünf Wochen derselbe Ablauf: ein Tag, um die Aufgaben zu verstehen, ein Wochentag pro Aufgabe und am Ende stellt sich heraus, dass die Hälfte falsch war), und am 22.Oktober ist Klausurtag. Bis dahin werde ich Euch kein Lebenszeichen mehr senden.

Macht den Finanzern!

Das kleine Biest ist mir die letzten zwei Wochenenden entkommen, hier einige Bilder aus Boston, New York und Washington:

Connecting worlds – who am I studying with in Boston?

Summary for the busy people: When you go to a grad school like Fletcher, you need to stop comparing yourself to others. It is easier to accept that you´re in a team and you have the privilege of knowing such a different bunch of people.

Here is the question I get asked a lot this summer: “So, who are you studying with?” That is not that easy to answer! My fellow companions are so unique and I want to give you some impressions of who they are and what they are doing during their summers. This is just a small selection of my class at Fletcher and I hope I can continue with “connecting worlds”-posts.

Maybe, my dear German friends,  if you like what they are doing, you might want to get in touch with them. Let´s face it: This world is all about networking and if I can be of any help, you know how to reach me.

 

 

  • UzairUzair, from Karachi. My favorite experience with Uzair: Delicious Pakistani homemade dinner with American soldiers and German Hefeweizen

I do not know why that smart man has ever worked at Deloitte, because for me he is the born politician. He currently interns at the Hudson Institute in D.C. , researching on national power parity between India and Pakistan. Uzair is patiently answering all my, sometimes stupid, white Western questions about Pakistan and Afghanistan. Personally, I think, somebody should offer him a tour through German schools. So he could tear down some stereotype walls!

This is not exactly where Uzair works right now, but close by ;-)

This is not exactly where Uzair works right now, but close by 😉

 

  • Deepti Deepti, from Keralla. My favorite experience with Deepti: “Just one” drink in a karaoke bar in New Jersey.

She never stops working! And it is no wonder that she received a grant to intern in a developing country – Deepti went to educate Lanka in Colombo, Sri Lanka. We skyped once with the worst connection, but I have not found out yet, whether she encountered an elephant. She has now returned to New York from where she will head on a backpacking trip to Costa Rica and Panama.

Sunset in Colombo

Sunset in Colombo

 

  • Robert Robert, from Erfurt. My favorite experience with Robert: walking 50minutes through New York City rain, because the location we were looking for was “just a few blogs from here”

He.does.not.sleep! Robert and I lived in one tower on campus and I especially loved that occasional stopping by, that usually ended in foreign relations discussions lasting 2-3 hours. Robert spent June in Brazil, where I predict he will retire later in life and just started the 6-month prestigious Carlo-Schmid-internship program at NATO headquarters in Brussels.

 

  • AbhishekAbhishek, Allahabad, Uttar Pradesh. My favorite experience with “Abhi”: Building a snowman in the middle of the night.

Whenever I was falling in panic mode because of work load or existential life questions I couldn´t answer, there he was: calming Abhi. Rarely have I met a person who is as calm as he is. Abhi graduated this May and just moved to California to work for a technology start-up.

Abhi´s first sunset in Los Angeles.

Abhi´s first sunset in Los Angeles.

 

  • GeoffreyGeoffrey, Hartford. My favorite experience with “Geoff”: Spontaneous TV-show nights, mostly The Walking Dead.

Geoff is a Januarian, a Fletcher student who starts the master program in the Spring semester. Supposedly, Januarians have a harder time integrating – well, that cannot be proven with Geoff. He is very funny, spontaneous and he has the ability to critically reflect himself. Geoff interns for an energy company in Boston. He wants to focus on natural ressources security; I guess, we´ll need a lot of Geoffs in the future.

Geoff´s view was the complete opposite of his normal Blakeley Hall dorm view

Geoff´s view was the complete opposite of his normal Blakeley Hall dorm view

 

  • MarkMark, from Boston. My favorite experience with Mark: Watching the first game of the Red Wings – Bruins Stanley Cup Playoff games (it was my team, the Detroit Red Wings vs. his team, the Boston Bruins)

The all American hockey fan and I found out in our first conversation how much we love sports, good food and security studies. There is not really that much more you need to start a friendship ;-). I conclude after one year, that Mark and I basically agree to disagree on pretty much everything. I am moving in with Mark next year, so it will stay interesting. Mark focusses on security studies, especially American foreign affairs. It was his dearest wish that I mention how much he is in love with his state Massachusettes ;-).

This is Mark celebrating a Red Sox win at their biggest competitor´s stadium, the Yankee Stadium in New York.

This is Mark celebrating a Red Sox win at their biggest competitor´s stadium, the Yankee Stadium in New York.

 

  • EricEric, from Montreal. My favorite experience with Eric: Watching him in the kitchen – he is a food designer, his dishes look like art.

It is very unfortunate that Eric and I have no contact in classes, because I am the technology/security-person, and he is the international development person. People like him refer to students like us as war malds, whereas people like me refer to students like him as the humanity malds. Yes, the real world dysfunctions are displayed in the small Fletcher microcosm as well. Eric is so passionate about development, that I am really sure he will make a difference. He is currently in Liberia, working for a NGO. He is doing research for a social enterprise that will provide services for young people trying to find jobs or start their own businesses.

That is Eric :-)

That is Eric 🙂

  • 1461871_10151743495486227_695587322_nNora, from Budapest. My favorite experience with Nora: Buying cheap Red Sox tickets, ending up in first class seats with Popcorn and Pumpkin beer.

 

 

Nora in the morning: Asking me in German, how I am. Chatting with our cleaning lady in fluent Spanish, turning around to greet somebody else in fluent French. If there is somebody predisposed to work for the United Nations, it is her. She has spent several years in Haiti, and is currently looked for an “in” into development consulting.

Nora at graduation

This is Nora with her boyfriend Janos at graduation.

  • Thomas, from Amsterdam. My favorite experience with Thomas: Singing “I will survive”

Thomas currently works with “Doctors without borders” in South Sudan. All I know from what´s app-conversations is: They are dealing with Cholera. Thomas has a super-long distance relationship to Australia.

This is where Thomas works right now.

This is where Thomas works right now.

 

Ein Jahr…

Gallery

Für Lesefaule: Ich bezeichne dieses Video als Ergebnis einer produktiven Prokrastinationsphase ;-). Morgen schreibe ich meine letzte Klausur, dann muss ich meine Gefängniszelle in Blakeley räumen, meinen Spint im Fitnesstudio leermachen und dann ist es vorbei, das erste Studienjahr an … Continue reading