Why I don’t want stuff – Project 333

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33 items of clothing for 30 days, can you do that? I just unconsciously lived a minimalist lifestyle, and you know what I missed: Nothing! With a big move from Boston to Germany looming, there are a lot of thoughts … Continue reading

3 Minuten am Fenster zum Park

Neulich las ich einen Artikel “Are you addicted to doing?

Der ultimative Test: Kannst Du drei Minuten nichts machen ohne nervös zu werden?

Drei Minuten ist eine lange Zeit.

Das Küchenfenster mit der breiteren Fensterbank ist der Lieblingsplatz in meiner neuen Wohnung. Hier sitze ich oft und gucke, beobachte den Sonnenaufgang, den dichten Nebel. Je nach Licht verändert sich das Bild: Strahlende Metropole, in der Träume wahr werden; schlecht gelaunte Wolkenkratzer, die einengen. Nachts hingegen ist die Silhouette wie ein Malbuch für die Fantasie: In jedem Fenster wird gerade eine eigene Geschichte geschrieben, von der ich nicht Teil bin. Ein Wochenendarbeiter im Büro, heimlich, damit die Kollegen nichts davon erfahren. Ein Ehestreit. Ein Sonntagabend-Film.  Daumen drücken für die Patriots, ein Diplomatenempfang. Fertig für die Oper? Bringst Du die Kinder heute ins Bett? Die goldene Kuppel des Massachusettes State House, der puritanische weiße Spitzkirchturm und die leuchtenden Buchstaben der Superbank “State Street” objektivieren das Triumvirat aus Politik, Religion und Businessmacht, das dieses Land auch irgendwie ausmacht.

Sonnenaufgang in BostonSonnenuntergang Boston

Im Park ist eine Eisbahn, jeden Abend voll, der Anlaufpunkt für Dates; ein Kindertraum, im Boston Common bei leuchtenden Bäumen mit Papa Schlittschuhfahren. Die Heerscharen an frechen, überfetteten Eichhörnchen lauern auf jeden Krümel, der von den Eindringlingen fallen gelassen wird. Wenn der Wind günstig steht, höre ich die Durchsage: Keine Getränke auf dem Eis.

Eisbahn im Boston Commen

Neben dem State House, an der Ecke, ist der Fernsehsender Fox. Im selben Haus das Nobelrestaurant 9. Gäste werden hierhergefahren, am Wochenende abends stehen die Chauffeure rauchend vor dem Eingang und erzählen sich Witze. Kurz nach Thanksgiving waren überall Gärtner und haben die zum Park schauenden Fenster für Weihnachten dekoriert. An dieser Seite des Parks sind Gaslaternen, wie früher. Der Bordstein ist roter Backstein, kein Spaß mit Rollschuhen. Eine Ecke weiter, Tremont Street. Ein Seven Eleven, vor dem immer ein Obdachloser steht und die Tür aufmacht. Daneben ein Dunkin Donuts, das Starbucks nur eine Minute entfernt. Hier gibt es ein Museum, dessen Eingang hinter einem Vorbau mit Säulen liegt – hart umkämpfter Schlafplatz im Winter. Dahinter beginnt der Theater District mit dem Boston Ballet, dem alten Loews Kino, Leuchschrift, ein Hundertstel Broadway.

Im Park darf nicht geraucht werden. Joints sind anscheinend davon ausgenommen, sind ja schließlich pflanzlich. Hoch darüber Flugzeuge im Landeanflug auf Logan Airport. Wenn ich müde bin, spielen mir meine Augen einen Streich, rechne mit dem Flugzeug im neuen Millenium-Tower. Ein traurige, aber normale Assoziation in der heutigen Welt.

Test bestanden: Drei Minuten still zu sitzen. Ohne nervös werden. Ich werde eher klein. In jedem Fenster schreibt jemand seine eigene Geschichte, hat sein eigenes Weltkonstrukt, seine persönlichen Herausforderungen. Drei Minuten an meinem Fenster zum Park.

Winter in Boston's Public Garden.jpg

Mindful

When was the last time you have…

  • switched off your phone for a whole day or a couple of hours?
  • sat down to journal about how you are feeling?
  • paused, anywhere, to simply look around and soak in your environment?
  • simply done what you felt like and not what you were supposed to do?
  • spend the whole day outside?

Mindfulness. A word that I have come across only recently. Yet, it is becoming a part of my daily life. My monday morning started with disturbing news: Two men that I have known from my political and Youth Press work in Germany have died on the weekend. They were both my age. I wish their families a lot of strength.

I am not exactly sure what feelings these news triggered. A mix of anxiety, gratitude and awareness. I do know what eventually got me going and I wanted to share it with you: I am extremely thankful for what I can do every day to follow my drive (to wherever it might lead me). And that, even after two years of living abroad, I have a supportive and encouraging network of family and friends at home. That makes all the difference! I complain about my home country a lot, but the source of this anger and disagreement is passion. It is my relentless drive to bring out the best in this country. And given the current state of Germany and Europe, it will take a lot of driven people in our generation to keep the European idea alive.

This summer makes me realize how much the ocean means to me; it is currently the source of my peace of mind, my replenishment, my encouragement. During the last two weeks, I have bathed in the Pacific and the Atlantic, in California and Massachusetts and spent many hours listening to the calming, yet powerful sound of the waves, letting my feet sink in the sand, taking walks with friends along the coast, being mindful.