Hamburg

Lange Zeit wusste ich mit dieser Stadt so gar nichts anzufangen: Definitiv nicht so hipp wie Berlin, irgendwie alle ein bisschen kühl, alles konservativ, und um so einen Hafen muss man ja auch nicht so einen Hipe veranstalten. Und dann zog meine beste Freundin nach HH und zeigte mir, wie beruhigend konstant, jung und gleichzeitig traditionsbewusst diese Stadt ist.

Ich wünschte, ich könnte jetzt die übelsten Kiezgeschichten hier abliefern, muss aber zugeben, dass Hamburg für Steffi und mich immer ein kleines Stück Urlaub war. Und das möchte ich mit Euch teilen. Mein Tipp für einen “Urlaubstag” in Hamburg in Bildern:

Naja, so gang ohne Kiezgeschichte gehts natürlich auch nicht. Ich habe mir von ein paar Freunden berichten lassen und fasse der Einfachheit halber alles aus der Ich-Perspektive zusammen ;-).  Ich empfehle: Lasst Euch nicht in die Bars an der Großen Freiheit zerren, sondern sucht einen der vier “Lucky Stars” (wirklich kreativ benannt Lucky Star 1-4) auf, trinkt so viele Ampeln, bis Ihr selig seid und wankt dann in Richtung Hans-Albers-Platz. Jetzt aber nochmal ausführlich…

Ampel trinken auf dem Kiez

Lucky Star gibt es vier Mal auf dem Kiez, unter anderem am Hamburger Berch. Im Lucky Star sieht alles so aus, als hätte der Sperrmüllmann die Abholung verweigert. Es gibt eine Theke aus Holzbrettern. Alten, verrammelten, ungeschliffenen Holzbrettern, aus denen die Würmer längst ausgezogen sind. Und Kühlschränke. Gläser gibt es nur im Schnappsformat, Bier trinkt man hier aus Flaschen. Musik ertönt aus der Juke-Box.  Und die hat von Britney Spears und den Backstreet Boys über Marianne Rosenberg bis zu The Prodigy alles im Angebot. Wer zahlt, sucht aus – ganz einfach. Von Rauchverbot haben die noch nie was gehört und die Toiletten könnten im Knast auch nicht viel schlimmer sein: Im Schwarzlicht sehen die Fixer ihre Adern nicht, habe ich mir erklären lassen. Und wenn alles aus Metall ist, kann man es einfach “abkärchern” – gut zu wissen. Die Spezialität des Lucky Star: Die Ampel. Wer eine Ampel bestellt, zahlt 1,50 und erhält drei Schnäpse: einen Mexikaner, einen gelben Schnaps, dessen Namen ich nicht kenne und einen Sauren. Der rote Mexikaner schmeckt erst scharf, dann süß, der gelbe schmeckt nach Banane und Kokos und der grüne Saure nach Saurem Apfel. Und weil´s die Mischung bekanntlich macht, trinkt man die Ampel hintereinander weg: scharf-süß-fruchtig-sauer, einfach wunderbar. Wegen der Sicherheit habe ich keine Fotos von dieser Lokalität mitgebracht. Manche Dinge muss man einfach selbst erleben. Oder sich erzählen lassen. Achso, zum Nachspülen empfehle ich übrigens Bier: Auch hier ist die Rechnung einfach – Bier kost nen Euro.

Ein Platz – viele Kneipen

Sollte der Lucky Star Dir zu voll werden oder andersherum, empfehle ich dringendes Abtanzen in einer der vielen Locations rund um den Hans-Albers-Platz. Das ist tatsächlich ein Platz, um den es rundherum nur Kneipen und Diskotheken sind. Überall ist freier Eintritt, überall kommt lustige Tanzmusik und hier kann man die Zeit recht schnell vergessen. Der Knaller für mich ist das Frieda B, eine Disko, in der sich alle an dem Getränk “Ficken” (süßer, beeriger Likör) sehr erfreuen.

Achtung Männer – nicht kratzen lassen 

Mein freundlicher Hinweis an alle männlichen Leser: Bitte lasst Euch von den netten Damen in luftiger Bekleidung und dem meist großen “Charakter” nicht anfassen. Sie werden versuchen Euch zu kratzen. Warum? Weil sie dann ihren Freund und Helfer (für die ist das nicht die Polizei) rufen können und ihm erzählen, dass Ihr versucht habt, sie zu belästigen und sie sich nicht anders zu helfen wussten, als sich mit dem Kratzen zu wehren. Und diese Freunde und Helfer führen Euch zwar dann ab, allerdings nicht aufs Polizeirevier…

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07-17: A month to remember

Kassel – Aalen – Boston – Lake Placid – New York: Triathlons, Cardboard Boxes, Saying “See You later” and a very powerful question that I answered with a yes (well, honestly, it was “Oh my god!” Pause “Yes!”)

Reflection, what a powerful mode. Today, we finally found an apartment in Aalen. Finally, because since interest rates are ridiculous everybody is buying houses, the German economy is doing well and all of a sudden what I thought of as a relatively cheap region to reside in has become quite expensive (still cheap compared to Munich, Stuttgart and let alone Boston). I also will be able to share soon what I have spent most of my time on at ZEISS next week and which excites me a lot currently.

However, as I was sitting down today, intending to journal, I realized what a month a have just experienced in July and that it is time to share it with you. Yes, many of you know that July ended with a very powerful question I was asked, but let me give you a couple of other beautiful moments first:

My first triathlon: 750m swim, 18km bike, 5km run

I LOVED it! I swam way too fast, had to seriously recover on the bike from that, loved how me and my bike are unbeatable descenting, and what shall I say about the running portion of that sport: there is loooots of room for improvement for me :-). I got to do it close to my hometown, my Mom, Dad and sister were there and I enjoyed spending a day racing, hanging out with family and just being happy.

A trip to Lake Placid: Or, watching an Ironman actually involves some stamina

Shipping back from Boston

Well, what can I say: I had lots of Bacon, Egg and Cheese Bagels, Hazelnut coffee, went to my favorite Indian, managed to cause total packing chaos, but in the end Pouya and I had 8boxes, a bike and skies. That is it, and it still makes me pretty proud.

With a ring on my finger 

The last weekend of July I spent in New York City, speakeasy drinks, unique international food  hipster East Village, taking long midnight walks through Manhattan – which is actually quite wonderful during the hot summer days. Somewhere on that island, in the middle of the night, on our way from Alphabet city to Midtown Pouya asked me to marry him. And I did say yes. Until that moment I have no idea how long he had been carrying a ring in his jeans :-).

 

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